Archiv der Kategorie: Repair Café

Veitshöchheim setzt wieder ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft

Voll etabliert hat sich in Veitshöchheim die Selbsthilfewerkstatt Repair Café: Bereits zum neunten Mal laden die Initiatoren Daniel Schiel (dando-art Lichttechnik) und Jan Speth (Gemeinde Veitshöchheim) am 20. Oktober zwischen 13 und 18 Uhr dazu ein, defekte Gegenstände vor der Mülltonne zu bewahren.

Getreu dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ werden im Werkraum der Eichendorffschule (Günterslebener Straße 41) Kleidung, Möbel, Elektrogeräte, Spielzeuge und weitere kaputte Dinge repariert. Etwa ein Dutzend ehrenamtliche Helfer unterstützt die Besucher der Veranstaltung bei den Reparaturen. „In vielen Fällen schaffen wir es, den Sachen ein neues Leben zu geben“, berichtet Daniel Schiel.

„Reparatur lohnt sich nicht“ lautet ein Satz, der zum Standardrepertoire großer Elektronikfachmärkte gehört und gegen den die Bastler in Veitshöchheim bereits seit 2014 ein mit einer guten Reparaturquote ein Zeichen setzen. Es wird geschraubt, gelötet und gehämmert – Wartezeiten kann man mit Kaffee und Kuchen überbrücken. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, alles läuft auf Spendenbasis.

„Wir würden uns freuen, wenn auch jüngere Leute das Repair Café noch stärker annehmen“ sagt der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth im Hinblick auf die Tatsache, dass die Selbsthilfewerkstatt zuletzt tendenziell ehr von älteren Bürgern aufgesucht wurde.

Schrauben, löten, kleben: Veitshöchheimer Repair Café geht in die achte Runde

„Reparieren statt wegwerfen“ lautet am Samstag, den 28. April 2018 von 13 bis 18 Uhr in der Eichendorffschule wieder das Motto des Veitshöchheimer Repair Cafés. Ziel der von Daniel Schiel (dando-art Lichttechnik) und Jan Speth (Klimaschutzmanager der Gemeinde Veitshöchheim) organisierten Veranstaltung ist es, ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen.

Es wird geschraubt, gelötet und gehämmert, wenn die rund 15 Helfer des Veitshöchheimer Repair Cafés im Werkraum der örtlichen Grundschule zusammenkommen und defekten Gegenständen wieder ein neues Leben einhauchen. „Das klappt natürlich nicht immer, aber in vielen Fällen bringen wir die Dinge wieder zum Laufen“ berichtet Daniel Schiel.

In Unterfranken waren die Veitshöchheimer Pioniere im Hinblick auf Reparatur-Selbsthilfewerkstätten: 2014 fand dort das erste Repair Café statt. „Es ist schön, dass sich die Veranstaltung fest etabliert hat“, freut sich Klimaschutzmanager Jan Speth. Mittlerweile sind auch in anderen Gemeinden im Landkreis Repair Cafés entstanden.

Ein Ziel der halbjährlich durchgeführten Veranstaltung ist es, die Besucher wieder mehr dafür zu sensibilisieren, kaputte Gegenstände zu reparieren bzw. zumindest den Versuch zu starten. Ob Bohrer, Küchenmaschine, CD-Player oder Staubsauger: Viele Gegenstände landen nämlich tagtäglich im Müll, obwohl Defekte oft schon mit geringem Aufwand behoben werden könnten. Elektronikfachmärkte raten schnell zum Neukauf – „Reparatur lohnt sich nicht“ lautet dort meist die Auskunft.

Die Reparaturen finden im Werkraum der Grundschule in der Günterslebener Straße 42 statt und erfolgen auf Spendenbasis. Die Besucher sollen sich nach Möglichkeit in die Reparatur einbringen und können Wartezeiten bei Kaffee und Kuchen überbrücken. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht notwendig – man sollte jedoch etwas Zeit mitbringen. Auch über Helfer freuen sich die Veranstalter jederzeit.

Repair-Café am 21. Oktober 2017

„Reparieren statt wegwerfen“ lautet am Samstag, den 21. Oktober 2017 von 13 bis 18 Uhr in der Eichendorffschule wieder das Motto des Veitshöchheimer Repair Cafés. Ziel der Veranstaltung ist es, ein deutliches Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen.

Ob Bohrer, Küchenmaschine, CD-Player, Uhr oder Staubsauger: Viele Gegenstände landen täglich im Müll, obwohl Defekte oft schon mit geringem Aufwand behoben werden könnten. Elektronikfachmärkte raten schnell zum Neukauf. In Veitshöchheim gibt es seit 2014 im halbjährlichen Rhythmus die Möglichkeit, kaputte Dinge gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern und reichlich Werkzeug wieder in Schuss zu bringen.

Organisiert wird das mittlerweile achte Repair Café federführend von Daniel Schiel von der Veitshöchheimer Firma dando-art Lichttechnik und Klimaschutzmanager Jan Speth von der Gemeinde Veitshöchheim. Der offene Helferkreis umfasst etwa ein Dutzend Ehrenamtliche mit unterschiedlichen Interessensgebieten. Zuletzt konnten im Frühjahr 2017 über 75% der Defekte behoben werden, in 14% der Fälle fehlten lediglich die nötigen Ersatzteile.

Die Reparaturen finden im Werkraum der Grundschule in der Günterslebener Straße 42 statt und erfolgen auf Spendenbasis. Die Besucher werden nach Möglichkeit in die Reparatur einbezogen und können Wartezeiten bei Kaffee und Kuchen überbrücken. Eine Anmeldung ist im Voraus nicht notwendig. Neue Helfer werden immer gerne gesehen, teilen die Veranstalter mit.

Repair Café: Veitshöchheim repariert wieder

2017-02-24_Repair Cafe Blättle„Reparieren statt wegwerfen“ lautet am Samstag, den 1. April 2017 von 13 bis 18 Uhr in der Eichendorffschule wieder das Motto des Veitshöchheimer Repair Cafés. Ziel der von Daniel Schiel (dando-art Lichttechnik) und Jan Speth (Klimaschutzmanager der Gemeinde Veitshöchheim) organisierten Veranstaltung ist es, ein nachhaltiges Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen.

Ob Bohrer, Küchenmaschine, CD-Player oder Staubsauger: Viele Gegenstände landen tagtäglich im Müll, obwohl Defekte oft schon mit geringem Aufwand behoben werden könnten. Elektronikfachmärkte raten schnell zum Neukauf. In Veitshöchheim gibt es seit 2014 im halbjährlichen Rhythmus die Möglichkeit, kaputte Dinge gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern und reichlich Werkzeug wieder in Schuss zu bringen.

„In 86% der Fälle verlief die Reparatur im Herbst erfolgreich oder es konnte zumindest eine Hilfestellung bezüglich Ersatzteilen gegeben werden“ berichtet Veitshöchheims Klimaschutzmanager Jan Speth. Etwa 15 Personen umfasst der offene Helferkreis derzeit. „Wir wollen nicht mit Fachbetrieben in Konkurrenz treten“ betont Daniel Schiel. Im Gegenteil: Mit vielen regionalen Firmen die noch Reparaturen durchführen stehen die Veranstalter in engem Austausch.

Die Reparaturen finden im Werkraum der Grundschule in der Günterslebener Straße 42 statt und erfolgen auf Spendenbasis. Die Besucher werden nach Möglichkeit in die Reparatur einbezogen und können Wartezeiten bei Kaffee und Kuchen überbrücken. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht notwendig.

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Mehrwertsteuer auf Reparaturen senken?

Hier funktionierte das Kassettendeck nicht mehr. Gummiringe ausgeleiert...

Bild vom sechsten Veitshöchheimer Repair Café

Ein interessanter Ansatz gegen die Wegwerfmentalität verfolgt derzeit die schwedische Regierung: Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Reparaturen bestimmter Gegenstände soll Einfluss auf das Konsumverhalten nehmen. Wer beispielsweise einen Handwerker ins Haus kommen lässt, um seine Waschmaschine oder den Kühlschrank reparieren zu lassen, zahlt künftig weniger für die Arbeitsstunde.  Im Umkehrschluss können neue Arbeitsplätze entstehen und für ein Plus bei der Umsatzsteuer sorgen. Ziel: Anreiz geben, seine Dinge reparieren zu lassen, anstatt sie wegzuwerfen und neu zu kaufen.

>> zum Bericht von Spiegel Online

Sechstes Repair Café in der Eichendorffschule verlief äußerst erfolgreich

Sehr zufrieden zeigten sich Daniel Schiel von der Firma dando-art Lichttechnik und der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth mit dem Verlauf des sechsten Veitshöchheimer Repair Cafés am Samstag: In 86 Prozent der Fälle waren die Reparaturen erfolgreich bzw. zumindest teilweise erfolgreich. Rund 46 reparaturbedürftige Objekte landeten insgesamt auf den Werkbänken – die Besucher kamen fast ausschließlich aus Veitshöchheim.

„Elektrische und elektronische Geräte haben wieder einen erheblichen Teil der Reparaturen ausgemacht“ bilanziert der Veitshöchheimer Daniel Schiel. Deren Anteil lag bei etwa 73 Prozent. In erster Linie handelte es sich um Haushaltsgeräte und diverse Abspielgeräte. Auch einige Liebhaberstücke wurden zum sechsten Repair Café mitgebracht.

„Der Wunsch der Wirtschaft heute ist, dass die Geräte die Garantiezeit überleben, danach möglichst schnell kaputtgehen und dann neu gekauft werden“, ist sich Repair Café-Helfer Michael sicher. Der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth stärkt diese These: „Die großen Elektronik-Fachmärkte wollen verkaufen, nicht reparieren“. Dabei konnten viele Defekte mit geringem Aufwand behoben werden.

Die Gemeinde Veitshöchheim startete im Jahr 2014 unterfrankenweit die erste Selbsthilfewerkstatt dieser Art mit dem Ziel, ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen. Mittlerweile findet auch in Würzburg regelmäßig ein Repair Café statt. „Wir freuen uns, wenn dieser Gedanke auch in anderen Orten aufgegriffen wird“ betonen die beiden Organisatoren Schiel und Speth.

In Veitshöchheim umfasst der Helferkreis etwa 15 Personen, mit leicht steigender Tendenz. Involviert sind unter anderem Bastler, Kuchenbäcker, Helfer am Empfang und Hausmeister. „Wir sind froh, dass wir diese Helfer haben“, lobt Bürgermeister Jürgen Götz das ehrenamtliche Engagement.

Bilder und Text: Jan Speth (CC: BY-SA)

 

Sechstes Repair Café in Zahlen:

Alter der Besucher:

0-20 Jahre: 5%

21-40 Jahre: 13%

40-60 Jahre: 28%

Älter als 60 Jahre: 54%

Herkunft der Besucher (teils fehlende Angaben!):

Veitshöchheim: 80%

Würzburg: 3%

Sonstige Orte: 17%

Reparaturen:

38 Besucher mit mindestens 46 reparaturbedürftigen Objekten (elektrische Geräten, Maschinen, Fahrräder, Kleidungsstücken usw.)

Elektrische und elektronische Geräte: 73%

Fahrrad: 6%

Sonstiges: 21%

Erfolgreiche Reparaturen: 65%

Teilweise erfolgreiche Reparaturen: 21% (Sieben „Fehleranalysen“ > Ersatzteil fehlt)

Nicht erfolgreiche Reparaturen: 14% (Totalschaden oder keine Ersatzteile erhältlich)

 

Sechstes Repair-Café in Bildern:

Sechstes Repair-Café als Videoclip:

Veitshöchheimer Repair Café geht in die sechste Runde

2016-10-04_repair-cafe-blaettleDie teure Bohrmaschine funktioniert nicht mehr? Der Pullover hat Löcher? Der Drucker bereitet Probleme? Wegwerfen? Warum sollte man. Daniel Schiel von der Firma dando-art Lichttechnik und Jan Speth, Klimaschutzmanager der Gemeinde Veitshöchheim, organisieren am Samstag, den 12. November 2016, das sechste Repair Café in Veitshöchheim.

In der Eichendorffschule Veitshöchheim dreht sich bei der Selbsthilfewerkstatt wieder alles ums Reparieren. Zwischen 13 und 18 Uhr stehen im Werkraum verschiedene ehrenamtliche Fachleute zur Verfügung und helfen kostenlos bei allen möglichen Reparaturen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Repair Cafés bringen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände, beispielsweise Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Fahrräder von Zuhause mit und – ganz wichtig – legen bei der Reparatur idealerweise selbst mit Hand an.

Indem sie sich fürs Reparieren einsetzen, möchten die Organisatoren zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das ist absolut notwendig, findet der Veitshöchheimer Daniel Schiel: „In Deutschland werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider wissen viele Menschen nicht mehr wie man Dinge repariert.“ Das Allheilmittel großer Fachmarktketten ist häufig „neu kaufen“.

Das Repair Café will ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen – nicht jedoch mit Fachbetrieben in Konkurrenz treten: Für die „hoffnungslosen“ Fälle hat das Repair Café-Team sogar eine Liste mit regionalen Firmen erstellt, die möglicherweise noch weiterhelfen können. „Die Liste reicht von Reparaturwerkstätten für Röhrenradios bis hin zum Händler für Motorkohlen“ berichtet der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth. Hauptziel sei die Reparatur und damit die Einsparung von Geld und kostbaren Rohstoffen.

Das unterfrankenweit erste Repair Café fand 2014 in Veitshöchheim statt, die Gemeinde richtet die Veranstaltung nun bereits zum sechsten Mal aus. Die Helfer sind allesamt ehrenamtlich tätig: „Wir suchen auch immer wieder ambitionierte Bastler und Kuchenbäcker“, so Speth. Für den Samstag empfiehlt der Klimaschutzmanager etwas Zeit mitzubringen: „Erfahrungsgemäß ist der Andrang immer groß“.

Fünftes Veitshöchheimer Repair Café: Wieder etliche Mängel behoben

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Wo große Elektronik-Fachmarktketten zu „wegwerfen und neu kaufen“ raten, half auch mal ein bisschen Schmierstoff: Beim DVD-Player klemmte der Schlitten.

Überwiegend erfolgreich verliefen die rund 50 Reparaturen im Veitshöchheimer Repair Café, das Daniel Schiel von der Firma dando-art Lichttechnik und der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth am Samstag in der Eichendorffschule organisiert haben. Aufgrund des frühlingshaften Wetters fiel der Andrang dieses Mal nicht ganz so groß aus.

„Ein Großteil der Defekte gab es bei elektrischen und elektronischen Geräten“, bilanzierte Schiel. Deren Anteil lag bei 90%. Repariert wurden darüber hinaus Kleidungsstücke, Laptops, Lampen und Uhren. Auch ausgefallene Objekte und Liebhaberstücke wie ein Röhrenradio oder ein Handrührgerät aus DDR-Zeiten fanden ihren Weg auf die Werkbänke. Weit über die Hälfte der Mängel und Defekte konnte behoben werden.

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Prof. Dr. Klaus-Peter Sorge (links) bekam Hilfe bei seiner Sprechanlage: Platine ok, Lautsprecher muss gewechselt werden, so Daniel Schiel (rechts).

„Eine Veranstaltung wie das Repair Café steht und fällt mit den ehrenamtlichen Helfern“, so Klimaschutzmanager Jan Speth: Bastler, Kuchenbäcker, Helfer am Empfang, Hausmeister – die Liste der involvierten Personen ist lang, alle opfern ihre Freizeit. Umso mehr freut es die Veranstalter, dass wieder alles reibungslos geklappt hat.

Ein Großteil der Besucher der Selbsthilfewerkstatt kam aus Veitshöchheim selbst. In etwa 30 Fällen verlief die Reparatur erfolgreich, in sieben Fällen konnte zumindest eine Fehleranalyse betrieben werden. Bei elf Gegenständen war keine Reparatur mehr möglich. Die Besucher des Repair Cafés waren zu 69% über 60 Jahre alt und zu 31% zwischen 40 und 60.

„Reparieren statt wegwerfen“ lautete das Motto in Veitshöchheim bereits zum fünften Mal: Die Gemeinde Veitshöchheim startete im Jahr 2014 unterfrankenweit die erste Selbsthilfewerkstatt dieser Art mit dem Ziel, ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen. Der offene Helferkreis umfasst laut Speth etwa 15 Personen.

 

Fünftes Veitshöchheimer Repair Café: Gemeinsam defekte Gegenstände reparieren

2016-02-24_Repair Cafe Blättle_FrühjahrWas macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift oder die Schaltung harkt? Oder mit einem Pullover mit Löchern? Wegwerfen? Warum sollte man. Daniel Schiel von der Firma dando-art Lichttechnik und Jan Speth, Klimaschutzmanager der Gemeinde Veitshöchheim, organisieren am Samstag, den 2. April 2016, das fünfte Repair Café in Veitshöchheim.

In der Eichendorffschule Veitshöchheim dreht sich bei der Selbsthilfewerkstatt wieder alles ums Reparieren. Zwischen 13 und 18 Uhr stehen im Werkraum verschiedene ehrenamtliche Fachleute zur Verfügung und helfen kostenlos bei allen möglichen Reparaturen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden. Besucher des Repair Cafés bringen ihre kaputten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände, beispielsweise Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Fahrräder von Zuhause mit und legen bei der Reparatur idealerweise selbst mit Hand an.

Indem sie sich fürs Reparieren einsetzen, möchten die Organisatoren zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das ist absolut notwendig, findet der Veitshöchheimer Daniel Schiel: „In Deutschland werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider wissen viele Menschen nicht mehr wie man Dinge repariert.“ Das Repair Café will ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen – nicht jedoch mit Fachbetrieben in Konkurrenz treten.

Das Repair Café ist auch dazu gedacht, Menschen im Ort auf neue Art und Weise wieder mit einander in Kontakt zu bringen. Daniel Schiel: „Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Nachbarn ein Fahrrad oder einen CD-Spieler repariert hat, freut man sich, wenn man ihn das nächste Mal auf der Straße begegnet. Zusammen etwas reparieren, kann zu ganz tollen Kontakten führen.“

Der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth weist darauf hin, dass eine Reparatur zur „Geld und kostbare Rohstoffe einspart und zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt“. Unterfrankenweit fand das erste Repair Café 2014 in Veitshöchheim statt, die Gemeinde richtet die Veranstaltung nun bereits zum fünften Mal aus.

Die Helfer sind allesamt ehrenamtlich tätig: „Wir suchen auch immer wieder ambitionierte Bastler und Kuchenbäcker“, so Speth. Für den Samstag empfiehlt der Klimaschutzmanager Zeit mitzubringen: „Erfahrungsgemäß ist der Andrang immer groß“.