Archiv der Kategorie: Über den Tellerrand

El clima cambia – Klima verändert

Die Mitmach-Ausstellung „El clima cambia – Klima verändert“ kann vom 19. Januar bis 23. April 2017 im Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald während der Öffnungszeiten besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung zeigt heute schon sichtbare Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur. Mehr als bei uns spüren ärmere Bevölkerungsteile in vielen Teilen der Welt schon heute die Auswirkungen wie Missernten, Überflutungen, Dürre- und Hitzeperioden.

Am Beispiel Lateinamerika beschäftigt sich die Ausstellung in vier Modulen interaktiv mit den Schwerpunktthemen: Folgen des Klimawandels, Bedeutung von Sortenvielfalt und Ernährungssicherheit, Weltweite CO2-Emissionen sowie Klimaflüchtlinge.

Das Besondere dieses Ausstellungsprojekts ist die Einbindung von weltwärts-Freiwilligen, jungen Menschen, die nach der Schule ein Jahr im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst tätig waren: Sie recherchierten vor Ort in Peru, Mexiko, Nicaragua und El Salvador zum Klimawandel und seinen Auswirkungen.

Informationen:

Quelle: AELF Würzburg

Wanderausstellung „Elektromobilität Bayern“ kommt nach Würzburg

ladesauele-schildDie Wanderausstellung Elektromobilität Bayern macht vom 4. April bis 5. Mai 2017 im Energie- und Klimazentrum Würzburg (Haugerring 5) Station und bietet aktuelle Informationen rund um die Elektromobilität in Bayern. Sieben Module präsentieren die wichtigsten Themenbereiche der Elektromobilität. Exponate laden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Damit bietet die Ausstellung der breiten Öffentlichkeit – insbesondere Jugendlichen – einen technologieorientierten Zugang zur Mobilität von morgen. Die Wanderausstellung ist ein Angebot der Bayern Innovativ GmbH an bayerische Kommunen und öffentliche Einrichtungen, die Mobilität von morgen vor Ort greifbar und spielerisch verständlich zu machen.

Ergebnisse des ersten Würzburger KlimaSchutzKongresses

Header-Banner-2

Als ein voller Erfolg kann der erste KlimaSchutzKongress am 11. Februar 2017 in Würzburg bezeichnet werden. Im ZAE am Hubland trafen sich verschiedenste lokale Akteure des Klimaschutzes und nahmen an sechs verschiedenen Workshops der Klima-Allianz Würzburg teil. Berichte von der Veranstaltung finden Sie

  • auf der Facebook-Seite der Klima-Allianz Würzburg
  • auf dem Blog der Klima-Allianz Würzburg

Mehrwertsteuer auf Reparaturen senken?

Hier funktionierte das Kassettendeck nicht mehr. Gummiringe ausgeleiert...

Bild vom sechsten Veitshöchheimer Repair Café

Ein interessanter Ansatz gegen die Wegwerfmentalität verfolgt derzeit die schwedische Regierung: Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Reparaturen bestimmter Gegenstände soll Einfluss auf das Konsumverhalten nehmen. Wer beispielsweise einen Handwerker ins Haus kommen lässt, um seine Waschmaschine oder den Kühlschrank reparieren zu lassen, zahlt künftig weniger für die Arbeitsstunde.  Im Umkehrschluss können neue Arbeitsplätze entstehen und für ein Plus bei der Umsatzsteuer sorgen. Ziel: Anreiz geben, seine Dinge reparieren zu lassen, anstatt sie wegzuwerfen und neu zu kaufen.

>> zum Bericht von Spiegel Online

Veitshöchheimer Vituskirche erstrahlt in neuem Licht – Energieeinsparung 88,06%

Copyright: Dieter Gürz

Copyright: Dieter Gürz

Besuchern der Weihnachtsmesse wird es aufgefallen sein – oder auch nicht: Die Beleuchtung der Vituskirche wurde in Kooperation von Pfarrer Robert Borawski, Kirchenpfleger Oswald Bamberger und Klimaschutzmanager Jan Speth auf warmweiße, dimmbare LED-Leuchtmittel umgestellt. Ergebnis: Eine erhebliche Energieeinsparung, eine angenehmere Lichtfarbe und eine bessere Ausleuchtung. Zum tollen Bericht von Dieter Gürz (Veitshöchheim Blog).

Anmerkung: Die Kosten von 460 Euro bezogen sich auf die Bestellung von 75 Leuchtmitteln.

Schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage!

 

24551_0

Des is fei wahr und is kei Witz
Die G’schicht fo unsrä Christbaumspitz.
Des war a schene Spitz jawull
Fo auß’n silbri und inna hull
Drum hod mei Frau g’sagt „Gouder Fritz
Gib ma fei obacht auf die Christbaumspitz!“

Und i hob grod den christbam putzt
Und hät mi werkli bold dahutzt
Und wals pressiert hod do drum eben
Lang i mit meiner Händ‘ danebn.
Der Mensch macht monchmal blödi Schnitz – Am Bud’n liegt die Christbaumspitz.

Die Frau die wor grad net zur Schdell
Drum hob i denkt, et’s handelst schnell
Die Hinterseid’n war lädiert
Drum hob is g’scheit mit Leim o’gschmiert
Hob’s wieder naufpappt auf ihr’n Sitz
Gleich hie am Bam die Christbaumspitz.
Wer’s g’wußt hätt, der hätt’s deutli g’sehn,
doch i hob goanix g’sacht desweng.

Doch bei der B’scherung – des war dumm
Mir stena under’m Christbaum rum
Und weii mei Frau singt „Einsam wacht“,
dou hat’s auf amal komisch kracht.
I merk, weii i ganz plötzli schwitz,
am Bod’n liegt die Christbaumspitz.

I hob blous mit die Achseln zuckt
Und hob an maner Krawatt’n krukt
Und hob g’sagt
„Dou is schould blous dei unheimlich Singerei,
die kräftig Tön, die ham’s zahout,
Warum bläckst’n immer a su laut?
Du schnulzt ja viel zu viel Lakritz,
siegst, et’s is hie, die Christbaumspitz“.

In Werglikeit is anders g’west,
der Leim der hat sie langsam g’lest
und hat halt nimmer a su pappt,
drum hot die Spitz sich g’lockert g’habt
und schuld dro war die Aff’nhitz
und i mit meiner Christbaumspitz.

– verändert nach Franz Bauer –

Trotz vieler unschöner Nachrichten und fehlendem Schnee wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie eine schöne, erholsame Weihnachtszeit sowie einen guten Start ins Jahr 2017!

Jan Speth, Klimaschutzmanager

Klimaschutzplan 2050: Kabinett beschließt Wegweiser in ein klimaneutrales Deutschland

grafik2_klimaschutz_2030

Das Bundeskabinett hat heute im Umlaufverfahren den von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vorgelegten Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Es ist das erste Regierungsdokument, das den Weg in ein weitgehend treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050 aufzeigt. Der Plan enthält erstmals Klimaziele für einzelne Wirtschaftszweige und gibt so eine konkrete Orientierung für strategische Entscheidungen in den nächsten Jahren.

Hendricks: „Mit dem Klimaschutzplan zeigen wir, was die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens konkret für Deutschland bedeutet. Wir denken bewusst heute schon an 2030 und 2050, damit allen Beteiligten genug Zeit bleibt, sich auf die neuen Herausforderungen einzustellen. Denn mir geht es darum, durch rechtzeitiges Handeln Strukturbrüche zu vermeiden. Durch rechtzeitige Weichenstellungen machen wir den Klimaschutz zum Motor für die Modernisierung unserer Volkswirtschaft. Das schafft Jobs und stärkt unsere Rolle auf dem Weltmarkt.

Mit diesem Klimaschutzplan können wir uns international sehen lassen. Wir orientieren uns am Leitbild der weitgehenden Treibhausgasneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts. Zum ersten Mal haben wir Zielkorridore für einzelne Sektoren definiert. Ab heute kann sich niemand mehr einreden, Klimaschutz betreffe nur die anderen. Ich bin davon überzeugt, dass wir damit eine Zeitenwende in der deutschen Klimapolitik eingeleitet haben. Viele Ministerien haben sich konstruktiv eingebracht und werden wichtige Beiträge leisten, wofür ich mich ausdrücklich bedanken möchte.“

Der Klimaschutzplan orientiert sich am Leitbild der weitgehenden Treibhausgasneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts. Für das Jahr 2030 bekräftigt er das Gesamtziel einer Treibhausgasminderung von mindestens 55 Prozent gegenüber 1990. Dieses Gesamtziel wird zugleich erstmals auf einzelne Sektoren heruntergebrochen. Damit gibt der Plan für alle Sektoren eine klare Orientierung.

Von zentraler Bedeutung ist der Umbau der Energiewirtschaft. In diesem Sektor wurden mit der Energiewende bereits wichtige Weichen gestellt. Mit erneuerbarem Strom werden auch andere Sektoren – wie etwa den Verkehr – in die Lage versetzt, wegzukommen von klimaschädlichen fossilen Energien. Die erneuerbaren Energien werden weiter ausgebaut und die Kohleverstromung entsprechend zurückgehen. Eine neue Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ soll einen Instrumentenmix entwickeln. Dieser soll den Regionen und Branchen helfen, die vom Strukturwandel besonders betroffen sind, der mit der Energiewende einhergeht.

Im Gebäudebereich gibt es einen „Fahrplan für einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand“. Gebäude sind besonders langlebig, darum müssen hier schon früh die Weichen für 2050 gestellt werden. Bis 2030 soll die Minderung 66-67 Prozent betragen. Das wird über anspruchsvolle Neubaustandards, langfristige Sanierungsstrategien und die schrittweise Abkehr von fossilen Heizungssystemen geschehen.

Der Verkehrsbereich wird mit 40 bis 42 Prozent zum 2030er Klimaziel beitragen. Eine Reihe von Klimaschutzkonzepten soll hierfür Maßnahmen aufzeigen, etwa ein Klimaschutzkonzept Straßenverkehr. Alternative Antriebe, der ÖPNV, der Schienenverkehr und der Rad- und Fußverkehr aber auch eine Digitalisierungsstrategie werden eine wichtige Rolle spielen.

Im Bereich der Industrie soll die Minderung 49 bis 51 Prozent betragen. Hier wird die Bundesregierung ein Forschungs-, Entwicklungs-, und Markteinführungsprogramm zur Minderung bisher nicht vermeidbarer industrieller Prozessemissionen auflegen.

In der Landwirtschaft sollen Lachgasemissionen aus Überdüngung deutlich reduziert werden. Zudem will sich die Bundesregierung in Brüssel dafür einsetzen, dass sich die EU-Agrarsubventionen an den klimapolitischen Beschlüssen der EU orientieren. In der Landwirtschaft sind die Potenziale grundsätzlich beschränkt. Bis 2030 wird daher eine Minderung in Höhe von 31 bis 34 Prozent erwartet – wie in allen Sektoren gegenüber 1990.

Für die Landnutzung und Forstwirtschaft, die nicht in die Bewertung der Zielerfüllung einbezogen werden, stehen der Erhalt und die Verbesserung der Senkenleistung des Waldes im Vordergrund. Dazu kommen die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die damit verbundene Holzverwendung, der Erhalt von Dauergrünland, der Schutz von Moorböden und die Klimapotenziale der natürlichen Waldentwicklung.

Hendricks: „Mit dem Klimaschutzplan geben wir den einzelnen Wirtschaftszweigen einen konkreten Rahmen für strategische Entscheidungen in den nächsten Jahren. Ich bin sicher, dass diese Aussichten eine enorme Kreativität und Schaffenskraft auslösen werden. Der Klimaschutzplan schafft Orientierung, die Unternehmen, Gewerkschaften, die Wissenschaft, Kreative – und auch PolitikerInnen – nutzen können und nutzen werden, um Deutschland klimaverträglich zu gestalten bis zur Mitte des Jahrhunderts.“

Grafik und Text: BMUB

Ecosia: Eine Suchmaschine die Bäume pflanzt

Ecosia_logo_2014-03-19Sucht man eine bestimmte Seite im Internet, ist oft Google die erste Wahl. 2010 machte die wohl meistgenutzte Suchmaschine mit der Umstellung auf Öko-Strom für die Server auf sich aufmerksam. Wer nun mit seiner Suche noch „eine Schippe drauflegen“ möchte, kann dies mit Ecosia tun: Die 2009 zur UN-Klimakonferenz ins Leben gerufene Suchmaschine spendet etwa 80% der durch Werbeeinnahmen erzielten Einnahmeüberschüsse (Anzeigenerlöse) an das „Greening the desert“-Projekt von WeForest, durch das in Burkina Faso Bäume gepflanzt werden sollen.

„Ecosia verwendet seine Anzeigenerlöse, um Bäume im afrikanischen Burkina Faso anzupflanzen und so Wasser, Pflanzen und Tiere wieder in die Dürregebiete zurückzubringen. Die regenerierten Böden schaffen neue Jobs, sorgen für gesündere Viehbestände und machen die Menschen unabhängiger. Dank der so gestärkten örtlichen Wirtschaft können die Menschen ihr eigenes Einkommen bestreiten und dadurch mehr Kinder zur Schule schicken. Unsere Wälder bilden im Rahmen internationaler Anstrengungen einen Teil von „Afrikas Grüner Mauer im Sahel“, die die ökologischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen der Region verbessern wird.“ heißt es auf der Infoseite der Suchmaschine. Hier ist beschrieben, wie das Projekt genau funktioniert.

Etwa fünf Millionen Bäume konnten auf diese Weise schon gepflanzt werden. Die Suchmaschine ist klimakompensiert (d.h. die Server laufen mit Ökostrom) und zuverlässig: Die Suchergebnisse werden von der CO2-neutralen Suchmaschine Bing geliefert.

>>> Hier gehts zur Suchmaschine

Informationen zur UN-Klimakonferenz in Paris 2015

logo-cop21-enVom 30. November bis 11. Dezember 2015 findet in Paris die 21. UN-Klimakonferenz (COP 21) statt. Die nachfolgenden Links sollen eine kleine Hilfestellung bieten, wo man sich über diese Konferenz und deren Ergebnisse informieren kann:

Blick über den Tellerrand: MS Wissenschaft hält in Würzburg

© Biberbaer CC: BY-SA

© Biberbaer CC: BY-SA

Die MS Wissenschaft: Statt Kohle und Container hat dieses Schiff eine besondere Fracht geladen – Wissenschaft zum Anfassen! Das Schiff tourt jeden Sommer mehrere Monate durch Deutschland. Vom 2. bis 6. September 2015 legt das Ausstellungsschiff mit dem Thema „Zukunftsstadt“ in Würzburg an.

Pakete per Elektroauto, ein E-Bike aus Holz, Urban Gardening, regenerative Energien und ein Stadthaus, das mehr Energie produziert als es verbraucht: Natürlich spielt auch der Klimaschutz bei dem Blick in die Zukunft eine große Rolle. Auf 100 Metern Länge gibt es viel zu entdecken, anzufassen und ausprobieren, so dass auch Kinder auf ihre Kosten kommen. Interessant: Das Schiff beleuchtet auch, wie man sich in der Vergangenheit die Stadt der Zukunft vorgestellt hat.

Geöffnet hat das Schiff an der Leonhard-Frank-Promenade von 10 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Zur Homepage der MS Wissenschaft. Da das Schiff direkt am MainRadweg liegt, empfiehlt sich die Anreise mit dem Fahrrad.