Archiv der Kategorie: Liegenschaften

Sanierung gemeindlicher Wohnhäuser: Bundeswehrwohnanlage ist ab 2018 dran

Der Zahn der Zeit nagt an vielen Wohnhäusern der Gemeinde Veitshöchheim. Defizite gibt es nicht nur rein äußerlich: Auch energetisch sind Maßnahmen dringend notwendig. Ein erstes großes Sanierungsprojekt ist ab 2018 die Bundeswehrwohnanlage in der Gartensiedlung: Die Fassaden und obersten Geschossdecken werden gedämmt, die Dächer ertüchtigt und die bestehenden Balkone ersetzt. Die in die Jahre gekommene zentrale Heizungsanlage wird durch eine moderne Gas-Brennwert-Kaskade ersetzt. In den dazugehörigen Pufferspeicher speist zukünftig auch eine Solarthermie-Anlage ein. Die Sanierung erfolgt etappenweise.

Auszug aus dem gemeindlichen Klimaschutzkonzept (2009):

Der gemeindeeigene Wohnungsbau umfasst 10 Gebäude mit insgesamt über 100 Wohneinheiten. Die CO2-Emission, die bei der Wärmeerzeugung entsteht, liegt bei 300 t pro Jahr. Der energetische Standard ist bei den meisten Gebäuden schlecht. Durch umfangreiche Sanierungen können ca. 60% der CO2-Emission eingespart werden.

Alte Synagoge in neuem Licht – über 87% Energieeinsparung dank LED-Technik

Bild 2 Es war ein lästiges Unterfangen: Immer wieder mussten einzelne defekte Glühbirnen an den Kronleuchtern und Wandleuchten der Veitshöchheimer Synagoge ausgewechselt werden. Doch damit ist nun Schluss: Energieeffiziente LED-Leuchtmittel senken nicht nur den Wartungsaufwand erheblich, sondern auch die Stromkosten. 888 Watt sind es in einer Stunde, bei behaglichem warmweißen Licht. Veitshöchheim ist mit der Umstellung Vorreiter unter den unterfränkischen Synagogen.

„In der Synagoge kann man jetzt gut sehen, wie positiv sich die LED-Beleuchtung die letzten Jahre weiterentwickelt hat“, findet der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth, der für die Umstellung verantwortlich war: Statt 30 klassischen Glühbirnen mit Leistungen von 25, 40 und 60 Watt zieren nun 30 warmweiße und klare LED-Leuchtmittel mit 4 bzw. 6 Watt die Kronleuchter und Wandleuchten. „Sogar die Glühfäden sind in den neuen Birnen angedeutet“ so Speth, „alles war mit geringem Aufwand verbunden“.

Bild 3Für die Gemeinde lohnt sich die Umstellung: 87,06% Energieersparnis und eine Lebensdauer von 25.000 Stunden bringen die neuen Leuchtmittel. Der Stromverbrauch sinkt in der Stunde von 1,02 kWh auf 0,13 kWh, etwa 40 Euro werden im Jahr eingespart. Die Berechnung geht von einer Brenndauer von drei Stunden in einer Woche aus. Ein vorsichtiger Schätzwert, nachdem die Synagoge im Winter geschlossen ist. Ohne Berücksichtigung der eingesparten Wartungskosten liegt die Amortisationszeit in der Synagoge bei drei Jahren.

„In privaten Haushalten sind die Lampen oft deutlich länger an, die Einsparung ist da natürlich größer“, betont Speth. Ersetzt man etwa eine 60 Watt-Glühbirne (50 Cent Anschaffungskosten, Lebensdauer 1.000 Stunden) durch eine 9,2-Watt-LED-Lampe (8 Euro, 25.000 Stunden) und geht davon aus, dass diese drei Stunden am Tag brennt, so spart man bei 26 Cent Stromkosten mit nur einer Birne jährlich 14,48 Euro. Auf die Lebensdauer der LED gerechnet sind es sogar 335,13 Euro – Stromkostensteigerung unberücksichtigt.

Um die Umstellung zu erleichtern hat die Gemeinde Veitshöchheim für Haushalte, Büros, Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe ein Faltblatt „LED-Beleuchtung“ mit Umrechnungstabelle herausgebracht, das beim Klimaschutzmanager bzw. als PDF unter www.klima.veitshoechheim.de kostenfrei erhältlich ist. Wer Fragen hat, kann sich darüber hinaus an Jan Speth wenden (j.speth@veitshoechheim.de, Tel.: 9802-731, Rathaus Z. 26).

Im Umfeld der Synagoge steht unterdessen noch reichlich Arbeit an: Im Zuge einer Neukonzeption des Jüdischen Kulturmuseums soll auch die über 20 Jahre alte Beleuchtung in allen weiteren Gebäudeteilen modernisiert werden.

Synagoge (Gebetsraum) Umstellung LED

Bürgergärtle aktuell

clipart_tuin_animaatjes-9Für das Bürgergärtle werden aktuell (Stand: 23.05.2016) ein Spaten, eine funktionsfähige Schwengelpumpe, Bauholz/Holzbretter (Beeteinfassung) und ein verschließbarer, kleiner Briefkasten gesucht. Alternativ zur Schwengelpumpe wäre auch eine solarbetriebene Pumpe denkbar.

Das Helferteam rund um Initiatorin Karin Kissel trifft sich am

  • jeden Dienstag ab 10 Uhr
  • jeden Freitag ab 14 Uhr

im Bürgergärtle. „Einbringen darf sich jeder, der möchte“, so Frau Kissel.

Ganz aktuell gibt es einen Artikel im Veitshöchheim-Blog über das Bürgergärtle.

Ansprechpartner und verantwortlich für den Bürgergarten ist Dipl.-Architektin Karin Kissel, Tel. 09364-8130425, E-Mail: kissel.karin@web.de

Veitshöchheims gemeindliche Photovoltaikanlagen mit guten Erträgen

© Dieter Gürz

PV-Anlage Mainfrankensäle © Dieter Gürz

© Dieter Gürz

PV-Anlage Hochbehälter © Dieter Gürz

© Dieter Gürz

PV-Anlage Geisbergbad © Dieter Gürz

Der Rekordsommer bescherte 2015 nicht nur den Freibädern und Eisdielen starken Zulauf: Überdurchschnittlich fielen auch die Erträge der drei Photovoltaik-Anlagen der Gemeinde Veitshöchheim aus. Profitiert hat die regenerative Energiegewinnung vor allem von vielen Sonnenstunden im Frühjahr.

Sonnenstrahlung in Energie umwandeln – für die Gemeinde Veitshöchheim ist dies fast ein „alter Hut“: Die erste gemeindliche Photovoltaikanlage wurde 2011 auf dem Trinkwasserhochbehälter in Betrieb genommen. Im selben Jahr ging die Bürgersolaranlage auf der Dreifachturnhalle ans Netz, die vom örtlichen Energieversorger „Die Energie“ betrieben wird. Bauherr war in diesem Fall die GenoEnergieKarlstadt eG. 2014 nahm die Gemeinde die PV-Anlage auf den Mainfrankensälen, ein Jahr später die Anlage unterhalb der Liegewiese des Geisbergbads in Betrieb.

„124.427 Kilowattstunden Strom erzeugten die drei gemeindlichen PV-Anlagen insgesamt im zurückliegenden Jahr“, bilanzierte Bürgermeister Jürgen Götz. Rechnerisch hätte damit der jährliche Stromverbrauch von etwa 30 Einfamilienhäusern gedeckt werden können. Während die Anlage auf dem Hochbehälter die Erträge vollständig ins öffentliche Netz einspeist, decken die Solarstromanlagen auf den Mainfrankensälen und am Bad teils auch die Eigenverbräuche der Liegenschaften.

Etwas günstiger als ursprünglich angenommen fiel die im Mai 2015 in Betrieb genommene PV-Anlage am Geisbergbad aus: Mit rund 130.800 Euro inklusive Planung, Zaun und Rodungsarbeiten schlug die Anlage zu Buche, 133.410 Euro wurden ohne Planung ursprünglich veranschlagt.

„Die Zielerfüllung lag bei 106%“ teilte das mit der Überwachung der Photovoltaikanlage Geisbergbad betraute Ingenieurbüro für den Zeitraum von Juni bis Dezember 2015 mit. „Mit 35.548 Kilowattstunden wurden 90,1% des Ertrags wurden im Schwimmbad selbst verbraucht“, berichtete der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth. Ursprünglich sei man von 80% Eigenverbrauch im Bad ausgegangen.

„Das Jahr 2015 ist für eine erste Bilanz schwierig“, so Speth:  Aufgrund der Rekordbesucherzahlen ist der Jahresverbrauch des Freibads trotz PV-Anlage sehr hoch ausgefallen. Die Spitzen lagen im Juli und August, den besucherstärksten Monaten. Die Anlage wiederum speiste erst ein halbes Jahr Strom ein.

Die Stromerträge der gemeindlichen Photovoltaikanlagen können hier stets aktuell abgerufen werden. Im Foyer der Mainfrankensäle erfolgt zukünftig eine Visualisierung auf einem Display.

Intelligente Lichttechnik in gemeindlicher Tiefgarage

imag4890Nagelneu, energieeffizient und deutlich heller als zuvor ist die Beleuchtung der Tiefgarage in der Bilhildisstraße nach der Sanierung: Die bisher betriebenen Leuchtstoffröhren hatten ihre technische Lebensdauer erreicht und wurden nun durch eine intelligente LED-Lichttechnik ersetzt.

Was änderte sich für Tiefgaragennutzer? Nicht viel: Wie bisher schaltet die Beleuchtung bei Dämmerung automatisch ein. Im Gegensatz zum früheren Zustand brennt die Beleuchtung jedoch nicht die komplette Nacht taghell, sondern wird automatisch auf 10% Helligkeit heruntergedimmt, solange sich niemand in der Tiefgarage aufhält. Erfasst die Lichtsteuerung eine Person, fährt die Helligkeit der Leuchten in diesem Bereich sofort auf 100% hoch. Die einzelnen Leuchten werden dabei individuell via Bewegungssensor gesteuert. Erfasst die Beleuchtung für ca. drei Minuten keinerlei Bewegung mehr, dimmen die Leuchten wieder auf 10% Helligkeit. Die Erfassung ist sehr sensibel und schnell, so die erste Feststellung der Rathausverwaltung.

Die Anzahl der Lichtpunkte konnte durch eine geschicktere Anordnung der Leuchten und einer deutlich hellere Ausleuchtung von über 50 (zuletzt waren davon nur etwa 32 Leuchten in Betrieb) auf 30 reduziert werden. Die optimierte Ausleuchtung wirkt sich nicht zuletzt auch auf das subjektive Sicherheitsempfinden positiv aus. Die CREE-LED einer deutsch-niederländischen Firma hat Industriequalität, die Lebensdauer wird mit 100.000 Stunden angegeben. Die Einsparung liegt bei etwa 3.500-3.700 kWh jährlich.

Natürlich kann eine derartige Beleuchtung auch im privaten Bereich (z.B. Tiefgarage Mehrfamilienhaus, Unternehmen etc.) eingesetzt werden. Fragen beantwortet Klimaschutzmanager Jan Speth gerne!

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Beleuchtungszustand vor der Sanierung. Links im Bild war bereits testweise eine LED-Leuchte installiert.

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Beleuchtungszustand nach der Sanierung: Weniger Lichtpunkte mit weniger Leistung sorgen nun für eine deutlich bessere Ausleuchtung. Ist niemand in der Garage, dimmen die Leuchten auf 10% der Leistung herunter.

Grüne Oase am Mee: Bürgergarten entwickelt sich

Einer grünen Oase gleicht derzeit das Bürgergärtle am Treidelpfad hinter der Kläranlage: Das Team um Dipl.-Architektin Karin Kissel steckt viel Arbeit in die Pflege des Gartens. Auch der Heilkräutergarten nimmt Formen an – die ersten Beete sind bepflanzt.

Der Bürgergarten ist – wie der Name schon sagt – offen für alle Veitshöchheimer Bürger. Kommen darf jeder – egal ob zum aktiven Mitwirken oder um die Seele baumeln zu lassen. Geöffnet hat der Garten immer jeden Dienstag ab 10 Uhr und jeden Freitag ab 14 Uhr bzw. nach Rücksprache mit Frau Kissel (Tel. 09364-8130425, E-Mail: kissel.karin@web.de).

Ein paar Handy-Aufnahmen von dieser Woche:

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Gemeindliche Ausstellungsbeleuchtung auf energieeffiziente LED umgestellt

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imag5152Ob idyllische Veitshöchheim-Malereien von Willi Kopler, Landschaftsmotive von Peter Würth oder Aquarell-Kunst von Gudrun Röhm: Die Ausstellungen des gemeindlichen Kulturamts erfreuen sich fortlaufender Beliebtheit. Seit Oktober werden die Werke nun von LED-Reflektorstrahlern erleuchtet – die Einsparung ist enorm.

Wo früher 60 Watt- bzw. teilweise sogar 75 Watt-Reflektorstrahler dem ein oder anderen Besucher gelegentlich die Schweißperlen auf die Stirn trieben, sorgen jetzt 7 Watt LED-Retrofits für ein angenehmes, warmweißes Licht. Die Energieeinsparung liegt bei etwa 90 Prozent: Der gesamte Stromverbrauch reduziert sich in der Stunde von ca. 2.000 Watt auf 252 Watt.

Bei der Umstellung wurde auf einen hohen Farbwiedergabeindex (CRI) geachtet: Bei derartigen Ausstellungen ist eine hohe Lichtqualität (CRI größer 80) erforderlich. Die Lebensdauer der neuen Leuchtmittel wird vom Hersteller mit 25.000 Stunden angegeben (Glühbirne: 1.000 Stunden).

Halten LED-Leuchtmittel was sie versprechen? Wir können berichten!

imag4890Ab 2011 wurde das gemeindliche Parkdeck in der Bilhildisstraße in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger Zug um Zug auf LED-Leuchtmittel umgestellt. 25.000 Stunden Lebensdauer gab der niedersächsische Hersteller zu diesem Zeitpunkt für sein Produkt an. Stimmt das? Kann man sich auf solche Angaben überhaupt verlassen? Wir waren gespannt.

Nach gut fünf Jahren können wir eine positive Bilanz ziehen: Noch kein einziges LED-Leuchtmittel ist kaputt. Bei einer jährlichen Brenndauer von 5.500 Stunden haben die ersten LED nun schon 27.500 Stunden auf dem Buckel. In den „Bullaugenleuchten“ sind die Leuchtmittel noch dazu nicht den einfachsten Bedingungen ausgesetzt: Frost im Winter, direkte Sonneneinstrahlung im Sommer. Ein Rückgang der Leuchtleistung können wir bisher nicht ausmachen.

Im Oktober 2016 hat die Gemeinde das Parkdeck nun vollständig auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Noch bis Ende des Jahres soll die Tiefgarage darunter (bisher Leuchtstoffröhren) auf effiziente LED-Technik mit intelligenter Präsenzsteuerung umgerüstet werden. Die jährliche Einsparung in der Tiefgarage liegt bei etwa 700 Euro. Lebensdauer 100.000 Stunden gibt der Hersteller an. Wir sind gespannt! 🙂