Vortragsreihe: „Urban Gardening“ und „Rooftop Farming“ – Gartenbau auf Dächern, Terrassen und Balkonen

Vortragsreihe Klimaschutz Frühjahr 2016Die lokale Nahrungsmittelherstellung jenseits des Gartens – sprich auf Dächern, Balkonen und Terrassen – ist Thema eines Vortrags der Reihe „Kosten sparen – Klima schützen“, der am Mittwoch 17. Februar ab 19 Uhr in der Bücherei im Bahnhof in Veitshöchheim stattfindet. Der Eintritt ist frei – eine Anmeldung ist nicht nötig.

Florian Demling von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim wird an diesem Abend das Forschungsprojekt „Rooftop Farming“ vorstellen, das sich mit dem Gemüseanbau auf extensiven Dachflächen beschäftigt. Die ersten Versuche der LWG begannen 2014, Demling wird erste Ergebnisse vorstellen. Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Dachsubstrate untersucht – die Ernte wurde auf Marktfähigkeit überprüft.

Die Idee dahinter ist nicht neu: Schon in der Antike wurde bei den „Hängenden Gärten von Babylon“ Gartenbau auf Dachflächen betrieben. Auch nach dem zweiten Weltkrieg wurden viele zerstörte Dächer aus der Not heraus zu Dachgärten umfunktioniert: Ein Beispiel waren und sind die „Belvederchen“ in Frankfurt am Main.

Natürlich kann auch der eigene Balkon oder die Terrasse für eine lokale Nahrungsmittelherstellung herangezogen werden: Funktionaler kann man diese nicht begrünen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Vorteile sind vielfältig: Unabhängigkeit vom Handel, Wegfall von langen Transportwegen, und nicht zuletzt auch der bessere Geschmack sprechen für „Urban Gardening“.

In einigen Städten haben sich „Urban Gardening“-Gruppen gegründet, die die lokale Nahrungsmittelproduktion wieder in den Vordergrund stellen wollen. Eine dieser Gruppen sind die „Stadtgärtner“ in Würzburg. Der Verein bietet unter anderem Pflanzen-Aufzucht-Workshops und bewirtschaftet Flächen im öffentlichen Raum.

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