Förderprogramme Heizungsaustausch/Heizungsoptimierung

Nach 30 Jahren besteht für viele Heizkessel (Ausnahmen) nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) eine gesetzliche Austauschpflicht. Dies unabhängig davon, ob die Heizung noch in einem guten Zustand ist. Der Heizungsaustausch ist nicht ganz billig, weshalb es sinnvoll ist, sich über Förderprogramme zu informieren. In Frage kommen derzeit (Stand: Februar 2018) folgende Förderprogramme:

KfW-Bank:

  • 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“:
    • Heizungspaket: Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung.
    • Einzelmaßnahmen: Optimierung der bestehenden Heizungsanlage z.B. durch hydraulischen Abgleich oder Pumpentausch.
    • Für nahezu alle Heizungstypen (Brennwerttechnik, Biomasse, …)
    • Förderquote: 15,0 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 7.500 Euro für jede Wohneinheit.
    • Kann mit Energiespar-Einzelmaßnahmen (z.B. Geschossdeckendämmung, Kellerdeckendämmung, Austausch Haustüre/Kellertüre etc.) kombiniert werden. Vorteil: Auch diese Maßnahmen werden dann mit 15% gefördert.
    • Antragstellung über Energieberater („KfW-Effizienzexperte“) – deren Planung und Begleitung wird wiederum über das Programm 431 („Zuschuss Baubegleitung“) gefördert.
  • 433 „Zuschuss Brennstoffzelle“:
    • bis 28.200 Euro Zuschuss je Brennstoffzelle
    • Förderfähig sind Kosten für das Brennstoffzellensystem und dessen Einbau, Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten 10 Jahren, Kosten für die Leistungen des „Experten für Energieeffizienz“
    • Der Zuschuss für die Leistungskasse der Brennstoffzelle setzt sich zusammen aus einem Festbetrag von 5.700 Euro und einem leistungsabhängigen Betrag von 450 Euro je angefangene 100 W elektrische Leistung.
  • Mit den Programmen 151 und 167 bietet die KfW darüber hinaus zinsgünstige Kredite. Das Programm 167 greift nur bei der Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien.

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle):

  • „Heizen mit Erneuerbaren Energien“: Biomasse, Solarthermie auf dem Dach, Wärmepumpen (Achtung: Nicht alle!)
    • Mögliche Anlagen und Förderquoten siehe Anlagen anbei
    • Innovationsförderung und Kombinationsbonus beachten!
    • Antragstellung ist mit Installateur möglich.
  • BHKW
  • Das BAFA fördert außerdem Maßnahmen der Heizungsoptimierung (z.B. hydraulischer Abgleich, Pumpentausch).

Von Seiten des Freistaats Bayern gibt es derzeit kein Förderprogramm für den Heizungstausch. Zuschüsse zahlen vereinzelt auch die Energieversorger.

Schreibe einen Kommentar