Eichendorffschule

img_7791Energetische Sanierung einer Sichtbetonschule mit einem innovativen Dämm- und Lüftungskonzept – über 80% Energieeinsparung

Bezugsobjekt für die energetischen Sanierungsmaßnahmen ist eine Grund- und Mittelschule, die in den 1960er und 1970er Jahren in vier Bauabschnitten errichtet wurde. Das Schulgebäude verkörpert eine für diese Zeit typische und vielfach vorzufindende Bauweise und weist deutliche Mängel im winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz auf. Zufriedenstellend sind die robusten Sichtbeton-Oberflächen. Mit dem Sanierungskonzept der Gemeinde Veitshöchheim soll ein zukunftweisender Referenzfall geschaffen werden im Hinblick auf unkonventionelle Dämm- und Lüftungskonzepte.

Ziel des gemeindlichen Sanierungskonzeptes ist es, haustechnische Funktionen mit baukonstruktiven, energetischen Maßnahmen zu kombinieren. Ansatzpunkte sind hierbei die unzureichende winterliche Lüftung, die sommerliche Überhitzung sowie eine mehrfache Funktionalität von Fassade und Raumelementen. Die daraus resultierenden Synergieeffekte verbessern die Lehr- und Lernbedingungen und führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeinsparung. Werden nur die oben genannten Bauteile betrachtet, können Energieeinsparungen je nach eingesetzten Fassadenmaterialien von 80% bis 100% bei rentablen Lebenszykluskosten der eingesetzten Ressourcen erzielt werden. Die Gesamtmaßnahme erzielt eine Einsparung von über 80% und liegt kostenmäßig im Bereich einer konventionellen Sanierung.

Im Januar 2016 wurde mit der Fassadesanierung des Bauabschnitts 2 begonnen, die im Oktober 2016 ihren fristgerechten Abschluss fand. Aktuelle Bilder werden wir im Frühjahr 2018 (aufgrund besserer Witterung) ergänzen:

Bauabschnitt 2 vor der Fassadensanierung:

Bauabschnitt 2 während der Fassadensanierung:

Bauabschnitt 2 gegen Ende der Fassadensanierung

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Das Projekt Fassadensanierung Bauabschnitt 2 wurde mit dem Förderkennzeichen 03KS4639M vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Bewilligungszeitraum 1. Juli 2015 bis 31. Oktober 2016 gefördert. Die Voruntersuchungen wurden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von 2014 bis 2016 bezuschusst.

Mit der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen (Kommunalrichtlinie) fördert das Bundesumweltministerium bereits seit dem Jahr 2008 Klimaschutzprojekte in Kommunen.

Bauherr: Gemeinde Veitshöchheim

logo_klimaschutzinitiative_300dpi

BMU_NKI_gefoer_Web_300dpi_de_quer_ohne_anschnittNationale Klimaschutzinitiative: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.