Straßenbeleuchtung

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Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung in Veitshöchheim zählt(e) zu den größten gemeindlichen Stromverbrauchern und damit CO2-Emittenten. Die Gemeinde Veitshöchheim stellt deshalb seit 2010/2011 die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung um. „An den Kragen “ ging und geht es zunächst in erster Linie den Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL bzw. HME): Diese in der Vergangenheit häufig eingesetzten Lampen haben neben ihrer schlechten spezifischen Lichtleistung, ihrer geringen Lebensdauer und ihres hohen Verbrauchs noch zwei weitere schlechte Eigenschaften. Das UV-reiche Lichtspektrum der HME-Lampe lockt Insekten – vor allem Nachtfalter – an, die dann desorientiert um die Lampe kreisen und vor Erschöpfung sterben oder an der Lampe verbrennen. Ein weitere Problem ist das  hochgiftige Metall Quecksilber, das in den Lampen enthalten ist, und bei Beschädigung und bei der Entsorgung in die Umwelt gelangen kann. Auch die Lichtverschmutzung (Aufhellung der Atmosphäre) zählt zu den negativen Eigenschaften.

Etwa die Hälfte aller etwa 1400 Straßenleuchten leuchtet derzeit mit energieeffizienter LED-Technik (Stand: November 2016). Weitere 36% sind auf das im Vergleich zu den Quecksilberdampf-Hochdrucklampen deutlich energiesparendere Gelblicht (Natriumdampfhochdrucklampen, NAV) umgestellt. Der Anteil der Quecksilberdampf-Hochdrucklampen ist demnach nur noch gering und soll in den nächsten Jahren auf Null reduziert werden.

Ein Bericht aus dem Jahr 2012:

Veitshöchheim optimiert seine Straßenbeleuchtung: LED statt HQL

Ein großer Schritt für eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung ist getan. Im gesamten Ortsbereich wurde eine Großzahl alter HQL-Lampen (Quecksilberdampflampen) durch hocheffiziente LED-Leuchtmittel ersetzt.

Im Altort wurden bei 91 vorhandenen nostalgischen Leuchten („Altortleuchten“) das technisch veraltete Innenleben entfernt und diese mit LED-Umbausätzen wieder auf den Stand der Technik gebracht. Bei den Lampen „Kleine Glocke“ die sich überwiegend in der Gartensiedlung befinden, wurden 141 alte Leuchtenkopf entfernt und durch einen neuen Leuchtenkopf mit LED-Technik ersetzt. Auch im Schenkenfeld wurden etwa 100 Leuchten umgerüstet. Bei allen Umbauten wurde auch eine Steuertechnik zur Leistungsreduzierung integriert. Durch diese Maßnahme lässt sich der Stromverbrauch weiter absenken. Im Mittel konnte so eine Stromeinsparung von ca. 80% erzielt werden. Die Kosten für die Umbaumaßnahme belaufen sich auf rund 100.000 €. Durch die beträchtliche Stromeinsparung amortisieren sich diese Kosten aber bereits in ca. 7 bis 8 Jahren wieder.

Zusätzlich wurde diese Maßnahme mit einem Fördersatz von 20% durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bezuschusst.

Die CO2-Einsparung von ca. 80% kommt der Umwelt und die entsprechende Energieeinsparung der Gemeindekasse zugute.

Projekt: Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtung 03KS5014

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Fußwegbeleuchtung

Neben den großen Straßenlampen gibt es in Veitshöchheim auch eine Beleuchtung von Fußwegen z.B. mit Bullaugenleuchten. Leuchten dieser Art befinden sich beispielsweise in der „Dänensiedlung“ und an der Treppe Christuskirche. Auch diese Leuchtmittel werden gegen LED-Leuchtmittel ausgetauscht. Im Bereich der Treppenanlage liegt die Einsparung beispielsweise bei über 60% bei verbesserter Ausleuchtung, die CO2-Einsparung liegt pro Jahr bei etwa 0,5 Tonnen. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.