Bundeswehrwohnanlage

Energetische Sanierung der 1965 errichteten Bundeswehrwohnanlage

In der Vergangenheit gab es immer wieder bauliche Maßnahmen an der 1965 errichteten Bundeswehrwohnanlage: So wurden beispielsweise 1998 die Fenster ausgetauscht, 1999 die Balkone und Terrassen saniert und 2006/2007 die Sanitärräume und Elektrik ertüchtigt.

Defizite zeigten sich zuletzt bei der Außenhülle des Gebäudes und der Heizungstechnik: Die letzte Fassadensanierung erfolgte 1983, am Dach machten sich immer wieder Schäden bemerkbar. Die Heizung hat ihr technische Lebensdauer weit überschritten.

In den kommenden Jahren wird die Außenhülle der aus drei großen Wohnhäusern bestehenden Bundeswehrwohnanlage deshalb umfangreich saniert. Folgende energetische Verbesserungen sind vorgesehen:

  • Fassaden-Dämmung mit perlitegefüllten Ziegeln (Perlite = Dämmstoff-Granulat aus vulkanischem Glas „Naturglas“, recyclebar)
  • Austausch Fenster und alter Hauseingangstüren
  • Dämmung Kellerdecken und oberste Geschossdecken
  • Austausch der Dachziegel
  • Austausch der Heizungstechnik (Erdgaskaskade in Kombination mit Solarthermie)
  • Dezentrale Wohnungslüftungen mit WRG

Die Sanierung erfolgt ab 2019 in drei Bauabschnitten. Für die Mieter gibt es am Valentinstag eine umfangreiche Infoveranstaltung.

Eine zentrale Rolle spielen bei dem Bauprojekt übrigens die Schwalben: Sowohl die brütenden Mehlschwalben an der Fassade, als auch das Fassadenkunstwerk in der Wolfstalstraße finden an den sanierten Objekten im Anschluss eine neue Bleibe. Die Konzept-Erarbeitung zum Erhalt der Brutstätten erfolgt in Kooperation mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.