Geothermie

Die Geothermie ist eine Form der Energiegewinnung, die den meisten noch weitestgehend unbekannt ist. Dabei ist die Geothermie durchaus eine langfristige Energiequelle, wenn auch die „Nebenwirkungen“ – z.B. die Auswirkungen auf die Erdkruste – noch nicht vollständig erforscht sind. Rein rechnerisch könnte Geothermie im Hinblick auf die Vorräte den weltweiten Energiebedarf abdecken.

Veitshöchheim: Oberflächennahe Geothermie kann genutzt werden

Während in Veitshöchheim die hydrothermale Geothermie (Tiefengeothermie für Wärme- und Stromgewinnung) aufgrund der topographischen Lage wirtschaftlich nicht nutzbar ist – hier sind vor allem Südbayern und der Oberrheingraben im Vorteil – bietet hier vor allem die oberflächennahe Geothermie ein nutzbares Potential: Die Nutzung der Erdwärme erfolgt dabei über horizontal verlegte Flächenkollektoren oder vertikale Erdsonden bis in ca. 100 m Tiefe in Kombination mit einer Wärmepumpe.

Über einen geschlossenen Kreislauf nimmt ein Gemisch aus Wasser und Sole die Wärme des Erdreichs auf und gibt sie über einen Wärmetauscher an die Wärmepumpe ab. Flächenkollektoren werden in 1,50 bis 2,0 m Tiefe verlegt und haben dabei den Vorteil, dass sie unkompliziert und preiswert in der Herstellung sind. Allerdings haben sie einen großen Platzbedarf. Hierfür eignen sich beispielsweise Parkplätze, Einfahrten oder große Terrassen am Haus. Erdsonden sind dagegen auch auf kleinsten Flächen anwendbar, sind jedoch verhältnismäßig teuer. Sie werden in Tiefen bis 100 m installiert.

© Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

Unabhängig von Wetter und Jahreszeit

Der Vorteil geothermischer Energie gegenüber anderen erneuerbaren Energien liegt vor allem darin, dass sie an fast jedem Standort genutzt werden kann und unabhängig von Jahreszeit und Wetterschwankungen sind.

Fördermöglichkeiten

Wie bei solarthermischen Anlagen und Biomasseheizungen werden Wärmepumpen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) insbesondere bei Einbau in den Gebäudebestand gefördert. Bei einen Neubau können zwar ebenfalls Mittel vom BAFA beantragt werden („Innovationsförderung“), die geothermische Anlage muss dann allerdings besonders hohe Ansprüche erfüllen. Außerdem gelten seit April 2015 allgemein erhöhte Effizienzanforderungen an Wärmepumpen.

Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten und Anforderungen finden Sie hier (BAFA).

Welche Gebiete eignen sich in Veitshöchheim?

Nicht alle Flächen innerhalb der Veitshöchheimer Gemarkung eignen sich für eine Energiegewinnung durch oberflächennahe Geothermie. Insbesondere nahe des Mains und nahe anderer Gewässer wird von Geothermie ehr abgeraten. Der nachfolgende Ausschnitt aus dem Bayerischen Energie-Atlas gibt einen Überblick, wo die Verhältnisse für Geothermie in Veitshöchheim optimal sind. Vor Ort sind natürlich Abweichungen möglich:

© ATKIS 2015 Bayerische Vermessungsverwaltung

© ATKIS 2015 Bayerische Vermessungsverwaltung (Ausschnitt Energie-Atlas Bayern)

Ein Gedanke zu „Geothermie

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