Energie sparen an Weihnachten

24551_0Für das Klima gibt es an Weihnachten wenig zu feiern: Berge von Fleisch werden verzehrt, Tonnen von (Lebensmittel-) Abfall produziert und sehr viel Heizenergie wird benötigt. Auch der Stromverbrauch steigt deutlich an: Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft verbrauchen Deutsche Haushalte am ersten Weihnachtstag ein Viertel mehr Strom als an einem durchschnittlichen Wintertag. Dabei lässt sich mit etwas Köpfchen auch in der Weihnachtszeit Energie sparen. Einige Tipps:

Beleuchtung

Manchmal ist weniger einfach mehr! Man sollte sich deshalb überlegen, ob man Haus und Vorgarten zur Weihnachtszeit wirklich glockenhell mit Lichterketten, blinkenden Sternen und Leucht-Rentieren zum Leuchten bringen muss. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte ein paar Grundsätze beachten, damit die Stromrechnung am Ende nicht für eine böse Überraschung sorgt:

  • Setzen Sie auf moderne und vor allem sparsame LED: LED-Lichterketten werden bereits in allen Variationen verkauft und sparen gegenüber einer konventionellen Lichterkette bis zu 80% Energie ein. LED-Lichterketten haben außerdem einen großen Vorteil: Sie sind weitaus weniger wartungsanfällig, man muss nicht ständig Birnchen wechseln. Beachten Sie, dass es Lichterketten gibt, die nur für den Innenbereich geeignet sind!
  • Benutzen Sie Zeitschaltuhren: Zu Zeiten wo alle im Bett liegen kostet die Beleuchtung nur Geld, ohne dass diese wahrgenommen wird. Über eine Zeitschaltuhr lässt sich dies sehr gut steuern.

Heizung

Sie können bis zu 360 kg CO2 im Jahr vermeiden, wenn Sie die Raumtemperatur in Ihrer Wohnung um 1 °C absenken. Und Sie können viel Geld sparen: In einem 150-m²-Einfamilienhaus mit Gasheizung können pro Jahr 1.350 kWh und rund 108 Euro gespart werden, wenn Sie die Temperatur um ein Grad senken. Wer regelmäßig stosslüftet statt das Fenster gekippt zu halten spart ebenfalls Energie. Denken Sie vor allem auch an die Heizung, wenn Sie die Weihnachtsfeiertage woanders verbringen und drehen Sie diese etwas herunter. Einsparung erzielt man auch durch regelmäßiges Entlüften der Heizkörper (z.B. wenn diese Gluckergeräusche von sich geben) und durch Isolieren der Heizungsrohre. Rohrisolierungen gibt es als Meterware schon für wenige Euro.

Geschenke, Geschenkpapier

Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf die Energieeffizienzklasse: Je nach Produktgruppe reichen die Klassen von A bis G, wobei A+++ in einigen Produktgruppen die beste Klasse ist. Die höheren Anschaffungskosten machen sich über die Einsparung wieder mehr als bezahlt.

Falls Sie zu Weihnachten ein neues Handy anschaffen, lassen Sie das alte nicht einfach in einem Schubfach verstauben: Schubladen-Gruftis enthalten wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. Unterstützen Sie deshalb Sammelaktionen oder geben Sie diese zusammen mit anderen Elektrogeräten beim Wertstoffhof (Team Orange) ab.

Zum Verpacken der Geschenke nehmen Sie am besten Geschenkpapier mit dem FSC-Siegel oder dem Blauen Engel. Vermeiden Sie Folien, seien Sie auch mal kreativ.

220px-BE_Logo_JuryUmweltzeichen_MenschUmwelt.svgForest_Stewardship_Council_Logo.svg

Essen

Für das Weihnachtsmenü – aber natürlich auch darüber hinaus – sollten Sie vor allem regionale Produkte kaufen. Supermärkte wie Discounter führen diese schon länger in ihrem Sortiment – man muss beim Einkaufen nur die Augen aufmachen. Senf/Essig aus Arnstein, Nudeln aus Wertheim, Gemüse aus Albertshofen – der kürzere Transport spart CO2 ein. Wer es noch lokaler möchte: Immer Freitags ist Veitshöchheimer Wochenmarkt mit einem tollen Angebot.

Oft bleiben nach dem Festessen noch größere Reste übrig. Machen sie mit Foodsharing (z.B. via Facebook „Foodsharing Würzburg“ – Essen verschenken statt wegwerfen) anderen eine Freude oder verwerten Sie die Reste in den nächsten Tagen.

Reisen

Leider werden auch zur Weihnachtszeit Kurzsstreckenflüge zu Niedrigpreisen angeboten. Kurzum: Verzichten Sie grundsätzlich darauf! Nichts schadet dem Klima mehr und es gibt definitiv immer bessere Alternativen. So beträgt der CO2-Ausstoss bei einem Flug nach Mallorca (und zurück) beispielsweise sieben Tonnen. Für die Kompensation von einer Tonne CO2 müsste man etwa 80 Bäume pflanzen, der Flug nach Mallorca wäre also mit weit über 500 Bäumen erst kompensiert. Wenn man auf die Anreise mit dem PKW nicht verzichten möchte oder kann, bieten Portale wie Blablacar die Möglichkeit, mit weiteren Mitfahrern die Auslastung zu erhöhen und die Spritkosten zu senken. Umweltfreundliche Alternativen sind insbesondere Fernbusse und die Bahn.