Neue Ladestation für Elektrofahrräder im Veitshöchheimer Rathausinnenhof – 100% Ökostrom

Fahrräder mit Elektromotoren liegen voll im Trend: 720.000 E-Bikes wurden 2017 allein in Deutschland verkauft – Prognosen gehen davon aus, dass bald jedes dritte Fahrrad einen Elektromotor hat. In Veitshöchheim gibt es für die Radler mit eingebautem Rückenwind seit Ende April eine Ladestation im Rathausinnenhof (Erwin-Vornberger-Platz). Realisiert wurde das kostenfreie Angebot durch die Gemeinde mit Unterstützung des örtlichen Energieversorgers.

Die Nutzung der sechs Ladepunkte funktioniert denkbar einfach: „Man wählt das Schließfach aus, legt sein Ladegerät mit Akku rein und verschließt das Fach diebstahlsicher via selbstdefinierter PIN-Nummer. Dann startet der Ladevorgang“, erklärt der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth. Gegenüber anderen Systemen habe die Veitshöchheimer Ladestation den Vorteil, dass sie unabhängig von Öffnungszeiten und ohne Garantieverlust nutzbar ist. Zwei Ladepunkte können von Nutzern mit festverbautem Akku genutzt werden. Eine Karte wird nicht benötigt.

„Wir haben bereits in Lohr eine Lademöglichkeit für Elektrofahrräder realisiert und wollten das Veitshöchheimer Projekt natürlich auch unterstützen“, sagte Felix Gold, stellvertretender Netzmeister der Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebung. Der Energieversorger unterstützte die Anschaffung finanziell und übernahm die Beschaffung und Überprüfung des Ladeschranks. Das Fundament wurde vom Veitshöchheimer Bauhof geschaffen.

„Viele Radtouristen kommen jetzt schon mit dem E-Bike“, berichtet Bürgermeister Jürgen Götz. Für Radler auf den Main-Radweg, Besucher aus der Region oder auch für Veitshöchheimer möchte die Gemeinde deshalb ein flächendeckendes Netz an Lademöglichkeiten anbieten. „Derzeit wird eine Übersicht mit Betrieben und öffentlichen Einrichtungen erstellt, wo das Laden an einer Steckdose ermöglicht wird. Vor Ort sind die Lademöglichkeiten dann mit Aufklebern sichtbar“, so Götz.

Die Kosten für den Ladeschrank beliefen sich mit Installation bei etwa 7.000 Euro. Nachts werden die Fächer innen mit LED beleuchtet. Man kann dort auch seinen Helm einschließen. Ertüchtigt wurde zugleich auch die Fahrradabstellanlage. Die neuen Fahrradständer erfüllen die Anforderungen des ADFC: „Man kann sein Fahrrad jetzt auch sicher am Rahmen abschließen, das ist bei teuren Fahrrädern ganz wichtig“, informiert Klimaschutzmanager Speth.

Die Akkus werden kostenfrei mit 100% zertifizierten Ökostrom geladen.

Veitshöchheimer Stadtradeln startet am 10. Juni mit neuer Schülerwertung

21 Tage in die Pedale treten für Klima, Gesundheit und Radverkehrsförderung: Bereits zum sechsten Mal in Folge beteiligt sich die Gemeinde Veitshöchheim vom 10. Juni bis 30. Juni 2018 am bundesweiten Wettbewerb Stadtradeln und ruft dazu auf, in diesem Zeitraum möglichst viele Kilometer auf dem Fahrrad oder E-Bike zurückzulegen. Neu ist in diesem Jahr die Sonderwertung für Schüler.

„Wir sind dem Wunsch vieler Schüler nachgekommen und haben diese Wertung neu ausgerichtet“, berichtet Klimaschutzmanager Jan Speth, der die Veranstaltung von Seiten der Gemeinde koordiniert. Zukünftig können Schülerteams auch jahrgangsübergreifend gebildet werden. Ein Bonus: Auch Lehrer und Eltern dürfen mitfahren, sofern das Team aus mindestens 50% Schülern besteht.

Den Startschuss bildet 2018 eine Auftaktradtour am 10. Juni an die Holzmühle bei Uettingen. „Die einfach 23 Kilometer lange Strecke bietet eine abwechslungsreiche Landschaft und eignet sich auch für ungeübte Fahrer“, so Speth. Neben einer rekonstruierten Mühle, die heute unter anderem zur Stromerzeugung genutzt wird, erwartet die Teilnehmer ein Biergarten mit Blick aufs Aalbachtal. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr im Rathausinnenhof Erwin-Vornberger-Platz.

Beim Veitshöchheimer Stadtradeln kann jeder Teilnehmer gewinnen: Am 27. Juli findet ab 17.30 Uhr eine Würdigung der aktivsten Radler und Teams am dm-Markt statt. Neben einem Rahmenprogramm erwartet die Besucher eine Verlosung.

Teilnehmen darf am Stadtradeln jeder, der in Veitshöchheim lebt, arbeitet, zur Schule geht oder einem Verein angehört. Die Kilometer können entweder via Online-Kalender unter www.stadtradeln.de/veitshoechheim oder neuerdings auch via App eingetragen werden. „Wer es mit dem Computer nicht so hat, darf die Kilometer handschriftlich bei mir vorbeibringen“ verspricht Jan Speth.

Die Gemeinde Veitshöchheim bedankt sich bei den Sponsoren für die Unterstützung:

  • Allianz Dirk Herbert Generalvertretung Veitshöchheim
  • dando-art Lichttechnik Veitshöchheim
  • DB Mainfrankenbahn | Main-Spessart-Express
  • dm-Markt Veitshöchheim
  • Meegärtle Biergarten Veitshöchheim
  • S&S Bikes Veitshöchheim

 

Klimamarkt Würzburg

Am 28. April 2018 steht der Untere Markt in Würzburg stellvertretend für die ganze Region im Zeichen von Klimaschutz, Energiezukunft und Nachhaltigkeit.

Stadt und Landkreis Würzburg veranstalten an diesem Tag den Klimamarkt, bei dem zahlreiche Vereine, Verbände, Unternehmen und Behörden ein interessantes und abwechslungsreiches Aktions- und Informationsprogramm anbieten – rund um

  • klimaschonende und flexible Mobilität,
  • urbanes Grün und „Urban Gardening“, „Green-City Plan“
  • nachhaltige und zukunftsorientierte Energielösungen
  • Elektro-Kart-Parcour
  • sowie mit Spiel, Spaß, Musik, Gewinnen und Gutscheinen.

Der Klimamarkt findet von 11 bis 17 Uhr auf dem Unteren Markt in Würzburg statt. Während der gesamten Zeit stehen Expertinnen und Experten für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Zudem gibt es attraktive Preise zu gewinnen.

>> Flyer zum Klimamarkt 2018

Zeitlich fast parallel finden das Veitshöchheimer Repair Café in der Eichendorffschule und auch die Landkreis-Fahrrradtour Radler-Frühling statt. Es ist also einiges geboten am Samstag!

 

Schrauben, löten, kleben: Veitshöchheimer Repair Café geht in die achte Runde

„Reparieren statt wegwerfen“ lautet am Samstag, den 28. April 2018 von 13 bis 18 Uhr in der Eichendorffschule wieder das Motto des Veitshöchheimer Repair Cafés. Ziel der von Daniel Schiel (dando-art Lichttechnik) und Jan Speth (Klimaschutzmanager der Gemeinde Veitshöchheim) organisierten Veranstaltung ist es, ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen.

Es wird geschraubt, gelötet und gehämmert, wenn die rund 15 Helfer des Veitshöchheimer Repair Cafés im Werkraum der örtlichen Grundschule zusammenkommen und defekten Gegenständen wieder ein neues Leben einhauchen. „Das klappt natürlich nicht immer, aber in vielen Fällen bringen wir die Dinge wieder zum Laufen“ berichtet Daniel Schiel.

In Unterfranken waren die Veitshöchheimer Pioniere im Hinblick auf Reparatur-Selbsthilfewerkstätten: 2014 fand dort das erste Repair Café statt. „Es ist schön, dass sich die Veranstaltung fest etabliert hat“, freut sich Klimaschutzmanager Jan Speth. Mittlerweile sind auch in anderen Gemeinden im Landkreis Repair Cafés entstanden.

Ein Ziel der halbjährlich durchgeführten Veranstaltung ist es, die Besucher wieder mehr dafür zu sensibilisieren, kaputte Gegenstände zu reparieren bzw. zumindest den Versuch zu starten. Ob Bohrer, Küchenmaschine, CD-Player oder Staubsauger: Viele Gegenstände landen nämlich tagtäglich im Müll, obwohl Defekte oft schon mit geringem Aufwand behoben werden könnten. Elektronikfachmärkte raten schnell zum Neukauf – „Reparatur lohnt sich nicht“ lautet dort meist die Auskunft.

Die Reparaturen finden im Werkraum der Grundschule in der Günterslebener Straße 42 statt und erfolgen auf Spendenbasis. Die Besucher sollen sich nach Möglichkeit in die Reparatur einbringen und können Wartezeiten bei Kaffee und Kuchen überbrücken. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht notwendig – man sollte jedoch etwas Zeit mitbringen. Auch über Helfer freuen sich die Veranstalter jederzeit.

Kaufprämie für Schwerlastfahrräder (Cargo-Bikes)

Copyright: Flor!an, Wikipedia (CC: BY-SA 4.0)

Seit dem 1. März 2018 zahlt die Bundesregierung eine Kaufprämie von 30 Prozent (max 2.500 Euro) für gewerbliche Schwerlasträder.

Die neue Kaufprämie des Bundes kann hier beantragt werden und gilt für

  • Schwerlastfahrräder mit E-Antrieb (z.B. Cargo-Bikes)
  • Schwerlastanhänger mit E-Antrieb
  • Gespanne aus Lastenfahrrad und Lastenanhänger bei denen ein Bestandteil einen E-Antrieb hat

Bedingung ist eine Nutzlast von 150 Kilogramm und ein Transportvolumen von einem Kubikmeter. Bei Gespannen ist nur das Gesamttransportvolumen von einem Kubikmeter Voraussetzung für die Förderung.

Informationen zu den Cargobikes, deren Herstellern und dem Fördertopf finden Sie auf der Homepage von Cargobike.Jetzt.

Bürgerenergiepreis Unterfranken 2018: 10.000 Euro für die Energiezukunft

Viele Energiehelden, klein und groß, bringen mit ihrem lokalen Engagement die Energiewende voran. Und dafür zeichnet die Bayernwerk AG sie mit dem Bürgerenergiepreis Unterfranken aus. So erfahren noch mehr Menschen von den vielen Impulsen, die Bürgerinnen und Bürger setzen. In Unterfranken beginnt nun die nächste Bürgerenergiepreis-Runde, bei der uns auch in diesem Jahr die Regierung von Unterfranken unterstützt.

Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an Privatpersonen, Vereine, Schulen und Kindergärten, die mit ihren Ideen und Projekten einen Impuls für die Energiezukunft setzen. Gefördert werden pfiffige und außergewöhnliche Ideen und Maßnahmen, die einen Energiebezug haben und sich mit den Themen Energieeffizienz oder Ökologie befassen.
Ausgeschlossen sind Projekte von Gewerbebetrieben, die deren eigentlichen Geschäftszwecks unterstützen (z.B. ein Heizungsbauer, der eine neue Wärmepumpe entwickelt hat).

Eine ausführliche Beschreibung, den Bewerbungsbogen und Videos der Vorjahressieger finden Sie im Internet unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis. Bewerben Sie sich für diesen Preis und zeigen Sie allen, mit welchen Ideen und Pro-jekten Sie die Energiezukunft vorantreiben. Der vollständig ausgefüllte Bewerbungsbogen kann zusammen mit Fotos und ergänzenden Unterlagen (max. 10 DIN A 4-Seiten) bis zum 24. April 2018 bei der Bayernwerk Netz GmbH, Ursula Schmitt, Unterdürrbacher Straße 14-22, 97080 Würzburg, eingereicht werden.

Die Gewinner werden durch eine Fachjury benannt, die auch die Höhe des Preisgeldes festlegt.
Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren können Sie sich an Annette Seidel,
Telefon 09 21-2 85-20 82, buergerenergiepreis@bayernwerk.de, wenden.

Noch bis zum 9. März läuft übrigens auch die Bewerbungsfrist für den Bayerischen Energiepreis.

Veitshöchheimer Carsharing-Auto: Anmeldung jetzt auch bei Team Orange möglich

Gute Nachricht für alle potentiellen Carsharing-Nutzer: Ab sofort ist es auch möglich, sich direkt vor Ort in Veitshöchheim eine Karte für das gemeinschaftlich genutzte Auto zu sichern. Hierfür steht das Team Orange (Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg), Am Güßgraben 9, ab sofort während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Der Abfallwirtschaftsbetrieb ist Montag bis einschließlich Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Wer noch nicht weiß, wie das Veitshöchheimer Carsharing funktioniert oder welche Kosten damit verbunden sind, kann sich hier einen Überblick über das Angebot verschaffen. Gerne können Lob und Kritik zum Carsharing auch in der aktuell laufenden Umfrage angebracht werden.

Förderprogramme Heizungsaustausch/Heizungsoptimierung

Nach 30 Jahren besteht für viele Heizkessel (Ausnahmen) nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) eine gesetzliche Austauschpflicht. Dies unabhängig davon, ob die Heizung noch in einem guten Zustand ist. Der Heizungsaustausch ist nicht ganz billig, weshalb es sinnvoll ist, sich über Förderprogramme zu informieren. In Frage kommen derzeit (Stand: Februar 2018) folgende Förderprogramme:

KfW-Bank:

  • 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“:
    • Heizungspaket: Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung.
    • Einzelmaßnahmen: Optimierung der bestehenden Heizungsanlage z.B. durch hydraulischen Abgleich oder Pumpentausch.
    • Für nahezu alle Heizungstypen (Brennwerttechnik, Biomasse, …)
    • Förderquote: 15,0 % Ihrer förderfähigen Kosten, bis zu 7.500 Euro für jede Wohneinheit.
    • Kann mit Energiespar-Einzelmaßnahmen (z.B. Geschossdeckendämmung, Kellerdeckendämmung, Austausch Haustüre/Kellertüre etc.) kombiniert werden. Vorteil: Auch diese Maßnahmen werden dann mit 15% gefördert.
    • Antragstellung über Energieberater („KfW-Effizienzexperte“) – deren Planung und Begleitung wird wiederum über das Programm 431 („Zuschuss Baubegleitung“) gefördert.
  • 433 „Zuschuss Brennstoffzelle“:
    • bis 28.200 Euro Zuschuss je Brennstoffzelle
    • Förderfähig sind Kosten für das Brennstoffzellensystem und dessen Einbau, Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten 10 Jahren, Kosten für die Leistungen des „Experten für Energieeffizienz“
    • Der Zuschuss für die Leistungskasse der Brennstoffzelle setzt sich zusammen aus einem Festbetrag von 5.700 Euro und einem leistungsabhängigen Betrag von 450 Euro je angefangene 100 W elektrische Leistung.
  • Mit den Programmen 151 und 167 bietet die KfW darüber hinaus zinsgünstige Kredite. Das Programm 167 greift nur bei der Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien.

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle):

  • „Heizen mit Erneuerbaren Energien“: Biomasse, Solarthermie auf dem Dach, Wärmepumpen (Achtung: Nicht alle!)
    • Mögliche Anlagen und Förderquoten siehe Anlagen anbei
    • Innovationsförderung und Kombinationsbonus beachten!
    • Antragstellung ist mit Installateur möglich.
  • BHKW
  • Das BAFA fördert außerdem Maßnahmen der Heizungsoptimierung (z.B. hydraulischer Abgleich, Pumpentausch).

Von Seiten des Freistaats Bayern gibt es derzeit kein Förderprogramm für den Heizungstausch. Zuschüsse zahlen vereinzelt auch die Energieversorger.