Note 6 für Elterntaxis – zu Fuß, per Roller/Rad oder mit dem Bus in die Schule

Autos, die über Gehwege fahren, „mal kurz“ in Kurvenbereichen, auf dem Fahrradschutzstreifen oder in Feuerwehranfahrten halten, Schülerlotsen ignorieren oder zügig um die Schulbusse herumkurven: Vor den Schulen spielen sich morgens teilweise recht chaotische Szenen ab, die in vielen Fällen durch „Elterntaxis“ verursacht werden. Besorgte Mütter und Väter, die ihr Kind bzw. ihre Kinder mit dem Auto direkt vor die Schule fahren und dabei die Gefährdung anderer bewusst in Kauf nehmen.

„So kommt mein Kind sicher an der Schule an“, „Die Schule liegt doch eh auf meinem Weg zur Arbeit“, „Das ist stressfreier für mein Kind“ – was oftmals gut gemeint ist, bringt überwiegend negative Auswirkungen auf die Sicherheit, Selbstständigkeit und Gesundheit aller Schülerinnen und Schüler mit sich. Und vermittelt diesen leider auch schon früh den Eindruck, dass es völlig normal ist, sich für kurze Strecken in das Auto zu setzen, was letztlich unserer Umwelt massiv schadet.

Dabei geht es häufig anders: Zu Fuß, mit dem Cityroller, nach bestandener Fahrradprüfung mit dem Rad oder per Bus! So bietet der Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) auf seiner Internetseite beispielsweise einen extra „Schulbus-Guide“, der über Abfahrtszeiten und Direktverbindungen informiert.

Ein Verzicht auf das Elterntaxi bringt viele Vorteile mit sich:

  • Die regelmäßige Bewegung beugt Haltungsschäden vor, stärkt die Abwehrkräfte und verhindert Übergewicht.
  • Der Schulweg wird bewusster wahrgenommen. Schülerinnen und Schüler lernen, sich selbstständig im Verkehr zu bewegen.
  • Die frische Luft fördert die Konzentration und Motivation.
  • Die Kommunikation und das Miteinander werden gefördert.
  • Die stärkere Umweltbelastung durch Kurzstreckenfahrten wird reduziert und ein Beitrag für den Klimaschutz geleistet.
  • Die Schulwegsicherheit nimmt zu.

Deshalb der Appell: Machen Sie sich Gedanken, ob der Hol- und Bringdienst wirklich notwendig ist und helfen Sie, die Verkehrsbelastung an den Schulen zu reduzieren. Denken Sie möglicherweise auch mal an Ihre Kindheit und an Ihren eigenen Schulweg zurück – früher ging es auch anders!

Schreibe einen Kommentar